Ostern: warum du es nicht feierst!

Viele halten Ostern fälschlicherweise für einen wichtigen Teil des biblischen Christentums. Wie erklärst du das deinen Freunden und anderen Leuten?

von Erik Jones


„Du feierst kein Ostern?“ So lautet oft die ungläubige Reaktion, wenn jemand herausfindet, dass du das „heiligste“ der christlichen Feste nicht hältst. Manche sind überrascht, doch ebenso schnell vergessen sie, worüber ihr geredet habt und sie lassen dich dein eigenes Ding machen. Andere nehmen an deiner Meinung Anstoß und sie werden dich nie wieder so sehen wie zuvor. Diese zweite Reaktion ist für junge Menschen meist besonders schwer zu akzeptieren, wenn sie herausgefordert werden für ihren Glauben einzustehen. Manche versuchen dem Thema auszuweichen und schaffen es erfolgreich durch ihr gesamtes Leben, ohne dass ihre Freunde auch nur im Geringsten wissen, woran sie glauben. Andere tun ihr Bestes, ihren eher untraditionellen Glauben zu erklären.

Wenn du dich kommende Ostern vor diese Frage gestellt siehst, wie wirst du antworten? Wirst du sagen, dass du Ostern nicht feierst oder wirst du versuchen auszuweichen? Um den heißen Brei herum zu reden funktioniert manchmal, doch früher oder später muss jeder erklären, wofür er steht. Und wenn es dann wirklich soweit ist, weißt du, was du sagen wirst? Hast du einen guten Grund dafür, kein Ostern zu feiern?

Der Apostel Petrus ermutigt uns: „Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung jedem gegenüber, der Rechenschaft von euch über die Hoffnung in euch fordert“ (1. Petrus 3,15). Wenn wir herausgefordert werden zu erklären warum wir kein Ostern halten, dann müssen wir wissen, warum wir dies tun und wir müssen fähig sein Gründe für unsere Überzeugung zu nennen. Mit diesem Artikel möchte ich dir Antworten auf einige typische Fragen zum Thema Ostern liefern. Je mehr du weißt und je selbstbewusster du auftrittst, um so mehr Leute werden dich und deine Meinung respektieren und sie werden sich wahrscheinlich gar nicht mehr mit dir anlegen wollen, denn sie werden wissen, dass du dich „in deinem Bereich auskennst!“

Ich möchte jetzt gerne drei der häufigsten Fragen angehen, die uns über Ostern gestellt werden können.

 

Frage 1: Wenn du ein Christ bist, warum feierst du dann kein Ostern?

Antwort: In einfachen Worten – Ostern ist nun einmal ganz und gar nicht christlich. Ostern wird nirgends in der Bibel erwähnt (außer in manchen Übersetzungen, die es mit dem Wort für Passa verwechseln, z.B. in Apostelgeschichte 12,4). Wie kann es denn sein, dass ein Feiertag christlich genanntwird, obwohl Jesus selbst ihn niemals gehalten hat? Aber halt! Die Apostel müssen Ostern nach seinem Tode eingeführt haben, richtig? Nein, das haben sie eben nicht. Um den Ursprung von Ostern zu verstehen, müssen wir in die Geschichte blicken – nicht in die Bibel, denn es ist kein biblisches Fest.

Über den Ursprung von Ostern sagt das Holman Wörterbuch zur Bibel: „Obwohl das Neue Testament keine Aufzeichnungen über das Halten von Ostern enthält und es kaum Belege aus der Zeit vor dem Jahre 100 n. Chr. gibt, war das Fest um 100 n. Chr. in den meisten Kirchen fest etabliert.“

Ein Artikel in Reader’s Digest hat Folgendes über Ostern zu sagen: „Weihnachten und Ostern, die größten Feste im christlichen Kalender, werden zusammen mit abergläubischen Bräuchen und heidnischen Riten zelebriert, welche schon Jahrhunderte vor Jesu Geburt existierten. Sogar ihre Daten verdanken diese christlichen Feste eher heidnischen Praktiken als der Geburt und der Auferstehung Jesu … Ostern fällt genau in die Mondphase, in der Heiden von alters her ihre Götter verehrten.“ Das alles klingt nicht sehr christlich. Doch lass uns noch mehr herausfinden.

Das Lexikon Encyclopedia Britannica sagt: „Das Wort Ostern zeigt die Verbindung des Christentums zu den teutonischen Stämmen Zentraleuropas. Als das Christentum die Teutonen erreichte, nahm es viele der heidnischen Riten und Bräuche in sich auf, die deren Frühlingsfest begleiteten. Die Tatsache, dass das Fest der Auferstehung im Frühling stattfindet und dass es den Triumph des Lebens über den Tod feiert, machte es für die Kirche sehr einfach, es mit dem fröhlichsten Fest der Teutonen zu verbinden, welches den Tod des Winters, die Geburt eines neuen Jahres und die Rückkehr der Sonne feiert.“ Kann es denn noch klarer werden? Ostern ist heidnischen Ursprungs und daher unchristlich!

Und es gibt natürlich noch viel mehr Informationen über den Ursprung von Ostern. Wahrscheinlich wirst du, wenn jemand dir eine Frage stellt, nicht gerade das passende Lexikon zur Hand ha-ben. Doch gewöhnlich genügt es schon, den Ursprung von Ostern in aller Ruhe mit eigenen Worten zu erklären und sein Gegenüber zu ermutigen, zu Hause selbst mal nachzuschlagen.

 

Frage 2: Ostern mag ja heidnisch sein, doch wir feiern es nicht mehr als ein heidnisches Fest. Warum kannst du es nicht einfach als das Fest der Auferstehung Jesu feiern?

Antwort: So etwas hört man recht häufig. Doch können wir einfach die Bedeutung von etwas Falschem ändern und es damit annehmbar werden lassen? Oder wie mein Pastor gerne sagt: „Wenn man Schlagsahne auf einen Kuhfladen tut, hat man dann etwa eine leckere Mahlzeit?“ Das traditionelle Christentum überzieht hier das Heidentum mit einem Zuckerguss, mit schönen Bedeutungen und Symbolen, um es akzeptabel zu machen. Doch wenn du deren Ursprung und Gottes Willen wirklich verstehst, dann weißt du, dass es falsch ist!

Gott wies das Volk Israel oft wegen ihrer heidnischen Feste zurecht (z.B. 2. Könige 17,11-12). „Kehrt um von euren bösen Wegen und bewahrt meine Gebote, meine Ordnungen, dem ganzen Gesetz gemäß, das ich euren Vätern geboten und das ich euch durch meine Knechte, die Propheten, gesandt habe!“ (Vers 13). Heidnische Bräuche mit der Verehrung Gottes zu vermischen, war eine Sünde.

Ist es also O.K., Heidentum und Christentum zu vermischen, solange nur Jesus Christus dabei im Mittelpunkt steht? Sicher nicht, denn die heidnischen Bräuche sind immer noch alles andere als christlich und stehen für etwas, dem kein Christ zustimmen würde. Wie können wir denn Bräuche übernehmen, die genau das Gegenteil von dem bedeuten, wofür Gott steht und damit Gott verehren? Gottes Anweisung für das Volk Israel und auch für uns heute lautet: „Folge nicht dem Beispiel der anderen Völker!“ (Jeremia 10,2). Vielleicht ist es Zeit, dass die Menschheit anfängt auf Gott zu hören!

 

Frage 3: Aber was ist mit Dingen wie den Eiern, den Osterhasen und dem Begrüßen der Morgensonne? Wir machen das doch alles nur zum Spaß – was kann denn daran falsch sein?

Antwort: Wenn du sagst, dass Ostern das christliche Fest ist, bei dem wir Jesu Auferstehung gedenken – warum konzentrierst du dich dann nicht ganz auf dieses Ereignis? Jesu Auferstehung war eines der größten Ereignisse der Geschichte und trotzdem wurden Dinge, die nichts damit zu tun haben, wie Osterhasen und Eier, hinzugefügt.

Eier und Hasen sind nicht nur einfache und unschuldige Symbole! Wie Ostern haben auch sie ihren Ursprung im Heidentum. Das Lexikon Encyclopedia Britannica sagt: „Das Konzept eines Eis als Symbol der Fruchtbarkeit und der Erneuerung des Lebens geht auf die alten Ägypter und Perser zurück. Diese hatten auch den Brauch, die Eier während ihres Frühlingsfestes bunt zu bemalen und zu essen.“ Das Osterfest hat scheinbar – abgesehen von der damit verknüpften Auferstehung Jesu – rein gar nichts mit dem biblischen Gott zu tun zu. Ist es darüber hinaus nicht schade, dass so ein phantastisches Ereignis durch so viele heidnische Praktiken und Symbole pervertiert wird?

Ralph Woodrow beschreibt in seinem Buch Die babylonische Mysterienreligion, dass die Eier-Tradition bis ins antike Babylon zurückverfolgt werden kann! Er schreibt: „Sie glaubten an eine alte Fabel von einem Ei von unglaublicher Größe, welches vom Himmel in den Fluss Euphrat gefallen war. Aus diesem wundersamen Ei schlüpfte – wenn man antiker Geschichte glaubt – die Göttin Astarte (Ostern). Der Osterhase, der diese Eier scheinbar legt, ist ebenfalls heidnischen Ursprungs; auch er ist ein altes Fruchtbarkeitssymbol. Offensichtlich handelt es sich hier nicht nur um unschuldiges Brauchtum. Natürlich können einem noch viele weitere Fragen über Ostern gestellt werden. Doch diese drei, die ich hier vorgestellt habe, sind ganz bestimmt unter den häufigsten. Und mit den Antworten, die wir gefunden haben, lassen sich auch viele andere Fragen besser beantworten!