Bibelstudium: Was ist Glaube?

Was ist Glaube? Hast du Glauben? Woher kriegt man Glauben? Kannst du mehr Glauben als andere haben – oder weniger? Wie kann man seinen Glauben vergrößern? Kann man seinen Glauben wieder verlieren? Wenn du Glauben hast – bedeutet das auch das Halten von Gottes Geboten?


Nimm dir ein paar Minuten, um diese Fragen für dich selbst zu beantworten. Überlege dir dabei, wie du antworten würdest, wenn dich jemand unerwartet nach deinem Glauben fragt und danach, was dieser Glaube für dich bedeutet. Fällt es dir schwerer als du dachtest, eine solche Frage zu beantworten? Mach dir keine Sorgen, wenn es nicht so einfach geht; es fällt den meisten Menschen nicht leicht, eine gute und aussagekräftige Antwort zu finden.

Es ist dennoch wichtig, dass du verstehst, was Glaube für dich bedeutet. Meinst du nicht auch, dass Gott es gerne sieht, wenn du deinen Glauben ausdrücken und anderen erklären kannst (siehe Kolosser 4,5-6)? Letzten Endes ist unser Glaube doch die Grundlage unseres Lebens. Wenn du im Folgenden die verschiedenen Fragen beantwortest, dann nimm dir Zeit, über deine Antworten nachzudenken. Am Besten du versuchst sie zu beantworten, bevor du dir die verschiedenen Möglichkeiten ansiehst (von denen jeweils nur eine die Richtige ist). Bist du bereit für die Herausforderung?

 

Herausforderung Nummer 1: Was ist Glaube und wie kann man wissen, dass man ihn hat?

 

1) Was ist Glaube?

a. Glaube ist unser Vertrauen darauf, dass Gott uns all das gibt was wir brauchen, und dass er uns nicht mehr leiden lässt als wir ertragen können. (Psalm 37,4; Römer 8,28)
b. Glaube ist unsere Überzeugung, dass Gott all seine Versprechen erfüllen wird, die er in der Bibel macht. (Titus 1,1-2)
c. Glaube ist unsere vertrauensvolle Haltung und Hingabe Gott gegenüber, die es uns ermöglicht, sogar bei Schwierigkeiten anderen Menschen ein gutes Beispiel zu sein. (Sprüche 3,5; 1. Timotheus 4,12)
d. Alle drei genannten Möglichkeiten sind korrekt.

 

2) Wie kannst du dir sicher sein, Glauben zu haben? (Hebräer 11,6-8)

a. Weil du glaubst, dass es einen Gott gibt.
b. Weil du glaubst, dass es einen Gott gibt und du den Wunsch hast, ihm zu gehorchen und wohlzugefallen, ganz gleich wie schwierig es sein mag.
c. Weil du die Bibel regelmäßig liest.
d. Antworten a) und c)

 

3) Wie erlangt man Glauben? (Johannes 6,44; Römer 10,17; Epheser 2,8)

a. Durch Gottes Wort.
b. Durch Gottes Berufung.
c. Antworten a) und b)
d. Keine der oben genannten Möglichkeiten ist korrekt.

 

4) Wie können wir Gott durch Glauben verherrlichen?

(Apostelgeschichte 2,38; 1. Petrus 2,21)
a. Indem wir Gott für unser Leben danken.
b. Indem wir unsere Sünden bereuen, uns taufen lassen und Christus nachfolgen.
c. Indem wir einfach an Gott glauben (Jakobus 2,19)
d. Antworten a) und c)

 

5) Lies Hebräer 12,1-2. Wer ist der Urheber und der Vollender unseres Glaubens?

a. Jesus Christus
b. Abel
c. Mose
d. Abraham

 

6) Lass uns einen Blick auf die Vorbilder des Glaubens aus dem Alten Testament werfen. Lies dazu Römer 4,16-25 und Hebräer 11,8-19. Warum war der Glaube Abrahams etwas ganz Besonderes?

a. Weil er Gottes Forderungen immer wieder gefolgt ist, ohne die Gründe dafür zu kennen (fast hätte er seinen einzigen Sohn geopfert, ohne zu wissen warum). Nie wankte Abraham in seinem Vertrauen darauf, dass Gott seine Versprechen hält.
b. Aufgrund von Abrahams Glauben machte Gott ihm und seinen Nachkommen viele Versprechen, was Abraham zum Vater von allen Gläubigen machte.
c. Antworten a) und b)

 

7) Inwiefern wirkte sein Glaube sich auf Jeremias Leben aus? (Jeremia 1,4-8; 17,14-18)

a. Jeremia prophezeite das Wort Gottes, obwohl er eigentlich gar kein Prophet sein wollte. Zudem litt er Schmerzen und wurde ins Gefängnis geworfen. Sein Glaube aber und seine Hoffnung auf Gottes Erlösung, halfen ihm auszuharren.
b. Jeremia glaubte zwar an Gott, empfand aber das, was er tun sollte, als zu schwierig und ließ es daher bleiben.
c. Jeremia hatte ein einfaches und schönes Leben, weil er an Gott glaubte.

 

Herausforderung Nummer 2: Kannst du mehr oder vielleicht auch weniger Glaube als andere haben? Wie kann man an Glauben zunehmen?

Markus 9,23-24: „…Dem Glaubenden ist alles möglich. Sogleich schrie der Vater des Kindes und sagte: Ich glaube. Hilf meinem Unglauben!” (Elberfelder Bibel)

 

8) Was kannst du aus der Geschichte in Markus 9,14-29 lernen? (siehe auch: Jakobus 1,5)

a. Dass wir lernen müssen zu akzeptieren, dass wir schlichtweg nicht genug Glauben haben, um immer das zu kriegen, was wir wollen.
b. Dass Gott unsere Gebete nur erhört, wenn wir eine perfekte Lebensführung haben.
c. Dass Gott von uns möchte, dass wir ihn um mehr Glauben bitten. Wenn wir uns selbst erniedrigen und zugeben, dass wir ihn brauchen, wird er uns Glauben und vieles darüber hinaus schenken.
d. Keine der oben genannten Möglichkeiten ist korrekt

 

9) Warum erlaubt es Gott, dass unser Glaube durch Prüfungen auf die Probe gestellt wird? (Römer 5,1-4)

a. Er möchte eigentlich nicht, dass es uns gut geht. Darum macht er uns das Leben schwer.
b. Er möchte, dass wir durch die Prüfungen einen positiven und vertrauensvollen Charakter entwickeln. So lernen wir Geduld und kommen näher zu Gott.
c. Er erlaubt die Prüfungen, weil es ihm egal ist, ob wir leiden oder nicht.
d. Er hat keine echte Kontrolle über uns, da wir in Satans Welt leben. Dadurch ist es unsere Verantwortung, ob wir Prüfungen erleben oder nicht.

 

10) Wie können wir uns auf Prüfungen vorbereiten?

a. Indem wir die Bibel regelmäßig studieren. (2. Timotheus 3,14-17)
b. Indem wir durch Gebet Nähe zu Gott suchen. (1. Thessalonicher 5,17)
c. Indem wir immer Gottes Führung in unserem Leben suchen. (Sprüche 3,5-6; Jesaja 58,11)
d. Alle drei genannten Möglichkeiten sind korrekt.
e. Keine der Möglichkeiten bereitet uns auf Prüfungen vor.

 

11) Gemäß Jesu Aussage, wie viel Glauben benötigen wir, um Berge zu bewegen und Bäume zu entwurzeln? (Matthäus 17,20; Lukas 17,6)

a. Glaube wie ein Riese
b. Glaube wie die Meere der Welt
c. Glaube wie ein Senfkorn
d. Glaube wie die Engel

12) Warum benutzt Gott die Analogie eines Senfkorns, um Glauben zu beschreiben? (Lukas 13,19)

a. Weil kaum einer genug Glauben hat, um Berge zu versetzen oder Bäume zu entwurzeln. Dabei benötigen wir doch nur eine winzige Menge an wahrem Glauben, um dies zu tun. Das zeigt uns, wie sehr wir alle noch im Glauben wachsen und reifen müssen.
b. Weil Glaube etwas ist, das klein anfängt und mit der Zeit zu etwas Großes heranreift.
c. Weil alles was wir brauchen, um Gott zu gefallen, ist ein kleines bisschen Glaube.
d. Antworten a) und b)

 

Herausforderung Nummer 3: Kann man seinen Glauben wieder verlieren?

Offenbarung 3,11: „Siehe, ich komme bald; halte, was du hast, dass niemand deine Krone nehme!“

 

13) Welcher der folgenden Abschnitte erinnert uns an den Wert des Glaubens?

a. Lukas 10,23-24
b. 1. Petrus 1,3-9
c. Matthäus 13,16-17
d. Alle drei genannten Möglichkeiten sind korrekt.

 

14) Wie kann man es verhindern vom Glauben abzufallen? (1. Korinther 16,13; Epheser 6,10-18; Kolosser 2,18-19)

a. Lasse dich von niemandem verführen. Stattdessen überprüfe alle Dinge mit Hilfe des Wortes Gottes – der Bibel. Lege die gesamte Rüstung Gottes an, um deinen Glauben zu stärken und zu verteidigen.
b. Nimm das für bare Münze, was die anderen dir über den Glauben erzählen.
c. Halte an dem fest, was du über den Glauben und die Bibel gelernt hast und vertraue darauf, dass es von Gott kommt.
d. Antworten a) und c)

 

15) Würde Gott dir jemals den Glauben wieder wegnehmen? (1. Korinther 10,13; 2. Timotheus 2,11-13; Jakobus 1,13-15; 2. Petrus 3,9)

a. Ja, er wird den Glauben wieder wegnehmen, wenn wir zu viele Fehler machen.
b. Nein. Nur wir selbst können unseren Glauben wieder aufgeben.
c. Vielleicht. Es kommt darauf an, ob wir sündigen oder nicht.
d. Antworten a) und c)

 

16) Wie könnte denn jemand seinen Glauben verlieren?

a. Wenn jemand es erlaubt von Angst, Zweifeln, falschen Schlussfolgerungen, Sorgen und Irrlehren geleitet zu werden, anstatt von Zuversicht und Dankbarkeit. (Jakobus 1,6-8; 2. Petrus 3,17)
b. Wenn jemand nicht darum bemüht ist, die Nähe zu Gott durch Gebet, Bibelstudium und Fasten zu bewahren. (2. Petrus 1,10)
c. Wenn jemand bewusst Gott ablehnt, nachdem er Jesu Opfer durch die Taufe angenommen hat, wird Gott auch ihn ablehnen. Er wird den Glauben für immer verlieren. (Matthäus 10,32-33; 2. Timotheus 2,12)
d. Alle drei genannten Möglichkeiten sind korrekt.

 

17) Was wären die Konsequenzen, wenn wir Gottes Wahrheit ablehnen und den Glauben aufgeben würden?

a. Wenn wir die Gabe des Heiligen Geistes bei der Taufe und der Handauflegung erhalten, beginnt unsere Zeit des Gerichts hier auf Erden. Wenn wir danach Gott ablehnen oder verleugnen, werden wir das ewige Leben nicht mehr erlangen können.
b. Wir brauchen uns darüber prinzipiell keine Sorgen zu machen, da es später eine zweite Chance gibt.
c. Es ist unmöglich seinen Glauben aufzugeben, wenn man ihn einmal erlangt hat.

 

18) Welche Belohnung erhalten wir, wenn Christus zu Erde wiederkehrt und wenn wir bis dahin den Glauben bewahrt haben? (2. Korinther 4,16-18; Offenbarung 2,10; Offenbarung 3,5.12.21)

a. Gott wird uns die Krone ewigen Lebens schenken.
b. Wir werden mit Gott in seinem Reich leben und mit ihm regieren.
c. Die Bibel gibt keine genaue Auskunft über unsere Belohnung, wir sind aber zuversichtlich, dass es etwas Schönes sein wird.
d. Antworten a) und b)

 

Herausforderung Nummer 4: Musst du Gottes Gebote halten, wenn du an ihn glaubst?

Jakobus 2,14-16: „Meine Brüder und Schwestern, was hat es für einen Wert, wenn jemand behauptet: Ich vertraue auf Gott, ich habe Glauben!‘, aber er hat keine guten Taten vorzuweisen? Kann der bloße Glaube ihn retten? Nehmt einmal an, bei euch gibt es einen Bruder oder eine Schwester, die nichts anzuziehen haben und hungern müssen. Was nützt es ihnen, wenn dann jemand von euch zu ihnen sagt: Ich wünsche euch das Beste; ich hoffe, dass ihr euch warm anziehen und satt essen könnt!‘ –, aber er gibt ihnen nicht, was sie zum Leben brauchen?“ (Gute Nachricht Bibel)

 

19) Lies das zweite Kapitel aus dem Jakobusbrief. Sind Glaube und das Halten der Gebote Gottes untrennbar miteinander verbunden, oder nicht? (siehe auch: Johannes 14,15; Epheser 3,17)

a. Beide sind untrennbar miteinander verbunden. Damit Gott in uns wohnen kann, müssen wir ihn lieben und folglich auch seine Gebote halten.
b. Beide sind zu trennen. Gott ist es relativ egal was wir tun, solange wir ihn einfach lieben und an ihn glauben. (Matthäus 7,21)
c. Beide sind untrennbar miteinander verbunden. Erlösung aus Glauben ist Gottes Gabe an uns, die nicht durch Taten verdient werden kann (Epheser 2,8); dennoch erwartet Gott von uns, dass wir ihm darüber hinaus gehorchen und ihm folgen.
d. Antworten a) und c)

 

20) Warum ist es so wichtig für uns, Gott zu gehorchen, um im Glauben zu wachsen? (5. Mose 4,29-31; Matthäus 6,33; 1. Petrus 1,6-7)

a. Es ist nicht wichtig. Glaube allein reicht doch.
b. Weil Gott eine Strichliste im Himmel führt. Und wenn wir zu schlecht abschließen und nicht genug gute Taten vollbracht haben, werden wir nicht in sein Reich kommen.
c. Weil jede Prüfung, die wir wegen unseres Glaubens erleben – wie zum Beispiel das Halten des Sabbats, auch wenn es bedeutet die Arbeit zu verlieren oder an gewissen Aktivitäten nicht teilnehmen zu können –, uns näher zu Gott bringt. Dafür wird er uns segnen und unseren Glauben stärken, weil wir darauf vertrauen, dass er für uns sorgt.

 

Gib niemals auf …

Hast du jemals eine große Freude verspürt, wenn eine Sache, für die du oft gebetet und lange gewartet hast, plötzlich wahr wird? Und war es dann vielleicht so, dass sich die einzelnen Stücke so perfekt ineinander fügten, wie du es dir nicht hattest vorstellen können? Mit Sicherheit war Gott derjenige, der dies möglich gemacht hat. Wie könnte ein solches Erlebnis nicht deinen Glauben kräftigen?

Auf der anderen Seite ist es manchmal allzu leicht, frustriert zu sein, wenn Gott uns nicht inmitten einer Prüfung oder eines Problems hilft. Nicht wahr? Wenn du dann jedoch vor allem auf Gott siehst und darauf vertraust, dass er alles unter Kontrolle hat, wirst du ihm eine Freude machen und er wird dich reicher Segnen als du es dir vorstellen kannst.

Jedes Mal wenn du durch eine solche Prüfung gehst, ganz gleich ob es Schule, Freunde, Beziehungen, innere Kämpfe oder gar all dies gemeinsam betrifft, wird dein Glaube zunehmen. Dies ist allerdings nur dann garantiert, wenn du dabei eine gute Haltung und einen festen Glauben bewahrst. Es hilft, in solchen Momenten darauf zu schauen, was Gott einem alles geschenkt hat. Gott liebt uns und ist an unserer Seite. Wenn du das schaffst, dann verherrlichst du Gott – selbst dann, wenn alles schief zu gehen scheint. Gott möchte uns an den Punkt bringen, an dem wir erkennen, dass wir ihn jeden Tag brauchen und seine Hilfe sowie seine Leitung nötig haben. Oder anders ausgedrückt: Ohne Gott hätten wir rein gar nichts, und so haben wir alles, was wir haben, von ihm alleine. Ist diese Einsicht nicht demütigend, jedoch zugleich erhellend?

Wenn wir Gottes Wahrheit annehmen und uns auf den Glauben stützen, werden wir Gott immer und immer näher kommen. Denke auch an das Beispiel, das du denen um dich herum gibst, wenn du im Angesicht von Schwierigkeiten dennoch zuversichtlich bleibst. Viele Menschen bewundern diese Haltung, haben aber nicht die Kraft, auch so zu leben. Welch großartige Möglichkeit dies ist, Gott zu ehren – denn unser Vertrauen ruht auf ihm.

Zu guter Letzt denke daran, dass wir uns alle auf unterschiedliche Stufen des Glaubens befinden; wir sind aber darum bemüht, weiter zu wachsen. Im Glauben zu wachsen, ist ein Prozess, der in diesem Leben nie aufhört (oder zumindest nie aufhören sollte). Werde daher heute schon aktiv, nahe dich Gott und er wird sich dir nahen. Schätze deinen Glauben, denn er ist es wert.

1. Petrus 1,6-9: „Darin frohlockt ihr, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid, damit die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer erfunden wird als die des vergänglichen Goldes, das aber durch Feuer erprobt wird, zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi; den ihr liebt, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an den ihr glaubt, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht, über den ihr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude frohlockt; und so erlangt ihr das Ziel des Glaubens: die Errettung der Seelen“ (Elberfelder Bibel).

——————————————————————————————————————–

Antworten:

1. D
2. B
3. C
4. B
5. A
6. C
7. A
8. C
9. B
10. D
11. C
12. D
13. D
14. D
15. B
16. D
17. A
18. D
19. D
20. C