Sex heilig halten

Von Dan Dowd

 

Sex. Das Wort alleine löst bei den meisten von uns starke Emotionen aus. Unsere Gesellschaft popularisiert und pervertiert Sex in Büchern, Zeitschriften, Filmen und der allgemeinen Unterhaltungsindustrie.

Unsere Kultur ist stolz auf ihre sexuelle Offenheit. Voreheliche und außereheliche Affären jeglicher Art sind nicht länger eine Schande, sondern werden regelrecht gefeiert.

Religiös oder nicht, 86 Prozent der unverheirateten jungen Erwachsenen (Alter 18-29) in den Vereinigten Staaten hatten Sex, 78 Prozent im vergangenen Jahr und 55 Prozent in einer momentanen Beziehung.

Jahr für Jahr werden in Deutschland über 100.000 Abtreibungen vorgenommen (Statistisches Bundesamt). Die Zahl sinkt zwar kontinuierlich, aber nicht unbedingt, weil die Menschen vernünftiger werden, sondern weil viel Geld für die Bewerbung von Verhütungsmitteln ausgegeben wird. Außerdem gibt es mittlerweile die sogenannte “Pille danach”, welche ein “richtige” Abtreibung unnötig macht.

Ungeplante Schwangerschaften sind natürlich nur eine der vielen Konsequenzen des freizügigen sexuellen Verhaltens in der modernen Gesellschaft. Es sollte offensichtlich sein, dass die vorherrschende Einstellung zum Thema vorehelicher und außerehelicher Sex in unserer Kultur zu einer Vielzahl von Enttäuschungen, Trennungen und Problemen führen.

Die traurige Nachricht ist, dass Christen zwar oftmals so tun, als hätten sie die “bessere” Moral, doch auch viele Christen lassen sich von der Meinung überzeugen, dass Sex außerhalb der Ehe in Ordnung ist.  Und solche, die außerehelichen Sex als falsch ansehen, werden von ihren Mitmenschen mit Unverständnis als altmodisch bezeichnet.

Ist die Ansicht, dass Sex für die Ehe aufgehoben werden sollte zu steif? Die richtige Frage die wir uns stellen müssen ist: Was ist Gottes Meinung zum Thema Sex? Und wie sollen wir auf seine Meinung reagieren?

 

Ist Sex Sünde?

Gottes Wort, die Bibel, spricht sehr offen über Sex. Gott inspirierte die Aufzeichnung einiger Beispiele von sexuellem Fehlverhalten: König David beging Ehebruch mit Batseba; Lot hatte eine verwerfliche Beziehung mit seinen Töchtern; Samson hatte eine lustvolle Einstellung gegenüber Frauen – was ihn sein Leben kostete. Die Bibel illustriert auf vielfache Art und Weise, die Konsequenzen, die Sex außerhalb der Ehe mit sich bringen kann.

Sex selber jedoch wurde von Gott geschaffen und ist keine Sünde. Es ist der Missbrauch von Sex, welcher sündhaft ist.

Lies selber was Gottes Ordnung für Heirat und Sex ist – und zwar in genau dieser Reihenfolge: Gott schuf die Menschheit männlich und weiblich – und zwar mit Absicht: So schuf Gott den Menschen als sein Ebenbild, als Mann und Frau schuf er sie. (1.Mose 27).

Er schuf die ersten beiden Menschen, Adam und Eva, als Ehemann und Ehefrau. Beide bildeten fortan eine Einheit. Darum verlässt ein Mann seine Eltern und verbindet sich so eng mit seiner Frau, dass die beiden eins sind mit Leib und Seele.  (1.Mose 2,24)

Er segnete sie und gebot ihnen die Erde mit ihren Nachkommen zu füllen – was selbstverständlich Sex voraussetzt (1.Mose 1,28).

Die Sexuelle Vereinigung innerhalb der Ehe soll auf Achtbarkeit und dauerhafter Treue basieren, und nicht auf der reinen Lust des Augenblicks: Hebräer 13,4 4 Achtet die Ehe, und haltet euch als Ehepartner die Treue. Gott wird jeden verurteilen, der sexuell zügellos lebt und die Ehe bricht.

Und wer immer noch gaubt, dass Gott in diesen Versen nicht eindeutig von Sex spricht, der kann 1. korinter 6,16 nachschlagen. Dort sehen wir eindeutig, dass mit “dass die beiden eins sind mit Leib und Seele” in jedem Fall auch Sex gemeint ist.

Nocheinmal: Sex selber ist nicht das Problem! Sex ist eines der vielen wundervollen Geschenke Gottes an seine Schöpfung. Ein Problem entsteht aber, wenn etwas, das zum guten Gebrauch geschaffen wurde, egoistisch und unvernünftig benutzt wird! Gott sagt uns, dass wir uns beherrschen sollen, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

 

Sexualhormone und Scheidung

Während der Sexuellen Vereinigung werden intensive Hormone freigesetzt, welche die besondere körperliche Beziehung zwischen Mann und Frau erlauben. Wenn nun jemand Sex außerhalb der Ehe hat, werden diese Hormone trotzdem freigesetzt. So wird die Besondere Verbindung, welche Gott für die Ehe vorgesehen hat, auf dramatische Weise geschwächt.

Je länger so ein Verhalten anhält, desto schwieriger wird es für die betreffende Person sich für den Rest des gemeinsamen Lebens an einen Partner zu binden. So führt sexuelle Freizügigkeit zu einer höheren Scheidungsrate, wie wir sie heute in vielen Nationen beobachten können. Selbst unter Menschen die angeben nach der Bibel zu leben, ist die Scheidungsrate nicht geringer, als unter dem Rest der Bevölkerung, warum ist das wohl so?

Sex und Abtreibung

Eine sehr traurige Seite von außerehelichem Sex sind die Abtreibungen, zu denen er immer wieder führt. In den Vereinigten Staaten haben sage und schreibe beinahe die Hälfte aller Frauen irgendwann in ihrem Leben eine Abtreibung. Christen sind davon nicht ausgenommen, da 28 Prozent dieser Frauen angeben katholisch zu sein und 37 Prozent protestantisch. Das bedeutet in den USA alleine, haben Frauen die sich Christinnen nennen, im Jahr rund 1,2 Millionen Abtreibungen (“Characteristics of U.S. Abortion Patients,” Guttmacher.org, Mai 2010).

 

Sex heilig halten

Die reinen Zahlen sind sehr deutlich: Christen legen kein besseres sexuelles verhalten an den Tag als Nichtchristen. Doch was können wir tun um unser eigenes Leben und unsere Familien sexuell rein zu halten?

Gott gab uns Sex nicht nur um uns Fortzupflanzen, das hätte er auch anders lösen können, sondern auch um uns dabei zu helfen eine stabile Ehe zu führen — eine ganz besondere Beziehung, welche auf die Beziehung zwischen Jesus Christus und seiner Kirche hinweist (Epheser 5,30-32). Warum sollte man etwas so besonderes und gottgegebenes entheiligen?

Fehlverhalten Sünde zu nennen kann unangenehm sein, aber so wird die Sache klar auf den Punkt gebracht – für einen selber und für andere. Lebe so wie Gott es von dir erwartet, und erwarte das selbe von allen anderen die Gottes Weg gehen wollen.

Wenn du dich sexuell falsch verhältst – dann höre damit auf. Sein Verhalten zu ändern ist der erste Schritt zur Reue. Reue bedeutet einen Gesinnungwandel, eine Änderung unser Gedanken und unserer Taten. Jesus sagte einer Frau, die beim Ehebruch erwischt worden war “geh hin und sündige hinfort nicht mehr” (Johannes 8,2-11).  Zu uns sagt er genau das gleiche! Gott vergibt uns gerne, wenn wir unsere Sünden bereuen und uns von ganzem Herzen ändern wollen.

Deine Sexualität und der Gesellschaftliche Druck müssen dich nicht beherrschen. Du kannst der Herr über deinen Körper dein sexuelles Verlangen sein. Dann kannst du deinen Wünschen im heiligen Rahmen der Ehe Ausdruck verleihen – so wie Gott es für uns vorgesehen hat. Wie bei jeder anderen Sünde, müssen wir unser verlangen beherrschen, so dass wir nicht die Konsequenzen unseres Verhaltens erleiden. Gott sagte dies zu Kain, doch er war so voll von fehlgelenktem Zorn, dass er Gott ignorierte, und sein Bruder Abel war der erste der die Konsequenzen dieser Unbeherrschtheit zu spüren bekam (1.Mose 4,3-12).

Die Welt erzählt uns, dass Sex nahezu frei von jeglichen Regeln genossen werden kann. Glaube ihr nicht! Lass dich nicht von Filmen, Serien, Musik und Büchern beeinflussen, die außerehelichen Sex glorifizieren und oftmals sogar Heirat und Familie lächerlich machen. Vermeide jeglichen Kontakt mir Pornographie! Suche dir Hilfe, wenn du es alleine nicht schaffst. Jesus Christus liebt dich, und möchte, dass du ein Teil seiner Familie wirst. Lasse deine Begierden kein Hindernis zwischen dir und Gott werden!

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